PROJEKT:
Außenanlagen
Katholisches Kinderhaus „Wirbelwind“,
Schemppstraße 86,
70619 Stuttgart-Sillenbuch
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Im Kinderhaus Wirbelwind in Sillenbuch toben täglich ca. 50–60 Kinder in 3 Gruppen. Es gibt sowohl einen Krippen- als auch einen Kindergartenbereich und der Einrichtungsleistung ist das tägliche Spielen im Garten bei jeder Witterung sehr wichtig. Die Außenanlagen waren in die Jahre gekommen und mussten neu angelegt werden.
Zusammen mit Frau Margot Rieg-Zweig, freier Landschaftsarchitektin, haben wir die Geräte der Außenanlagen neu geplant, alles nach Maß gefertigt und montiert. Die Garten- und Landschaftsarbeiten erbrachte die Firma Grimm GmbH aus Stuttgart-Bad Cannstatt.
Die große Herausforderung für alle Beteiligten bei diesem Projekt waren die geografischen Örtlichkeiten mitten in der Stadt: keine breite Zufahrtsmöglichkeit für die Baumaschinen, Zugänge nur über Treppen und schmale Wege sowie die Hanglage im gesamten Außenbereich.
Die Architektin überarbeitete die Topografie grundlegend, schaffte neue terrassenförmige Ebenen, deren Übergänge bespielbar gemacht werden sollten und trennte den Kleinkinderbereich vom Kindergartenbereich.
So entstand im schmalen Zugang zum Kindergarten-Gelände für die Krabbelkinder ein separater Spielbereich mit einem Sandkasten, einem Spielhaus, einer Sitzgelegenheit und einem Gerätehaus für Sandspielsachen und Fahrzeuge.
Der Sandkasten wurde aus Schwellen auf der Pflasterfläche errichtet und eine Netzabdeckung mit eingenähter Kette hält Blätter, Schmutz und Tiere fern. Diese Planen fertigen wir immer nach Maß und in Form / Beschaffenheit nach Bedarf. Sie sind besonders stabil, UV-beständig und können einfach beiseitegezogen werden, um die Sandspielfläche zu öffnen.
Das Spielhaus mit rotem Pultdach ist großzügig dimensioniert und über einen Treppenaufgang erreichbar. Bunte Plexiglasfenster zaubern je nach Lichteinfall bunte Flächen auf den Boden, 2 Sitzbänkchen laden zum Verweilen ein und mit den Theken und Regalen wird das Haus zu einem tollen Kaufladen.
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Das Gerätehaus als Aufbewahrungsmöglichkeit für Sandelzeug und den Fuhrpark der Kleinsten haben wir auf den Zentimeter genau angefertigt, um die vorhandene Fläche bestmöglich auszunutzen.
Für die Kindergartenkinder wurde im Sandkasten eine neue Edelstahl-Spielplatzpumpe installiert, die zukünftig an warmen Tagen für viel Freude beim Matschen im Sand sorgt. Zwischen den beiden Gartenbereichen gibt es einen kleinen Hügel, auf dem oben ein großzügiger Sitzplatz unter einer Pergola eingerichtet ist. Dies blieb so und der Hügel wurde um weitere drei Sitzpodeste erweitert, sodass die Kinder hier einen neuen Rückzugsort haben.
Eine Schaukel darf in keiner Einrichtung fehlen- hier haben sich die Kinder eine Nestschaukel gewünscht, die im unteren Spielbereich in einer Hackschnitzelfläche eingerichtet wurde. Eingefasst wurde das Fallschutzmaterial locker mit Liegehölzern aus Eichenstämmen. Der Storchennestkorb hat einen Durchmesser von 120 cm und ist in seiner Bauart so leicht, dass ihn die Kinder selbst zum Schwingen bringen.
Ein großzügiges 5-eckiges Gerätehaus, passgenau in eine 5-eckige Pflasterfläche eingepasst, sorgt für Ordnung bei den Kindergarten-Spielsachen und dient auch hier als Parkplatz für die Fahrzeuge der Kinder.
Der zentrale Spielbereich der Kindergartenkinder ist mit Mauerscheiben terrassenförmig angelegt und hierfür haben wir 2 ganz individuelle Bewegungslandschaften geschaffen. Eine Anlage beginnt oben mit einem 4 Meter breiten, sehr großzügig gestalteten Spielhaus mit Pultdach, Theken und bunten Plexiglasfenstern. Optisch ist es an das Spielhaus im Kleinkindbereich angelehnt. Die Pfosten wurden 1-seitig mit Ankern auf dem Pflasterbelag montiert und auf der anderen Seite mit Konsolen an den Mauerscheiben installiert. Dabei wurde diese Konstruktion sowie die Kante der Mauerscheibe im Stil der Rückwand sauber verkleidet. Von diesem Spielhaus führt ein schräges Hangnetz nach unten auf einen Spielturm.
Die Brüstungen des Netzstegs sind beidseitig aus hochfesten Polypropylen-Netzen gefertigt, die wiederum ringsum in stabile Rahmenkonstruktionen eingefasst sind. Diese Rahmenkonstruktionen passen perfekt zwischen Spielhaus und Turm. Voraussetzung für so eine maßgeschneiderte Lösung ist immer, dass wir die Höhen der Vor-Ort-Situation im CAD-Programm am Computer eingeben und uns so die örtlichen Verhältnisse simulieren können. Die Werkplanung der Architektin hat dem Garten- und Landschaftsbauer diese Maße ebenfalls vorgegeben und er hat sich detailliert darangehalten. So ist gewährleistet, dass die in der Produktion vorgefertigten Pass-Stücke wie Puzzle-Teile auf der Baustelle zusammenpassen und keine aufwendigen Änderungs- oder Anpassungsarbeiten erforderlich sind.
Wenn die Kinder über das Hangnetz den untersten Turm erreichen, gelangen sie von dort über einen auf die Mauerscheiben in den Höhen abgestimmten Podestabgang auf die untere Spielfläche. Die in sich übergehenden Podeste sind teilweise wieder mit Konsolen an diesen Mauerscheiben befestigt worden.
Nebenan steht eine Turmanlage, die ebenfalls die von oben nach unten (oder umgekehrt) die terrassenförmigen Ebenen miteinander verbindet und umspielt.
Der Einstieg oben führt durch einen quadratischen Turm mit Sicherheitsbrüstungen und Pyramidendach in einen geschlossenen Netztunnel. Diese Brückenvariante ist ideal, um schwieriges Gelände zu überbauen, wenn der Fallraum fehlt. Hier verlief die Brücke über das Ende und die Kanten der Mauerscheiben sowie über große Flusskieselsteine, die den Hang abfangen müssen. Das geschlossene Netztunnelsystem führt die Kinder sicher zum Rutschturm, der aufgrund des fehlenden Fallschutzes im Wurzelbereich eines Baumes ebenfalls 2-seitig mit Sicherheitsbrüstungen verkleidet ist. Die untere Ebene des Rutschturmes wurde mit einem seitlichen Sitzbänkchen, kleinen Regalen und einer Verkaufstheke als Spielhaus ausgebaut. Der untere Rutschturm konnte wie üblich mit Pfostenschuhen fundamentiert werden, der obere Turm hingegeben hatte 2 kurze Pfosten, die mit Ankern auf den Belag gedübelt wurden, einen längeren Pfosten, der vor Ort in einer Lücke zwischen den großen Steinen einbetoniert werden konnte und einen weiteren Pfosten, den wir an die Mauerscheibe gedübelt haben. Derartige Sonderlösungen sind für uns überhaupt kein Problem.
Als erforderliche Absturzsicherungen auf den Mauerscheiben sowie zur Abgrenzung des Krippen-Außenbereiches haben wir abschließend Doppelstabgittermatten-Zäune mit passenden Türen / Tore montiert.
Die Außenanlagen sind rundum gelungen. Auf relativ kleinen und schwierigen Flächen konnten mit pfiffigen Sonderlösungen die Kundenwünsche realisiert und Geräte mit großem Spielwert eingebaut werden. Wir freuen uns, dass die Kinder ihren neuen Garten auch richtig klasse finden!
Ihre Ansprechpartner
Eva-Maria Heinzmann-Kolmbach
Geschäftsführerin
Eduard Kolmbach
Geschäftsführer